Idee, Konzeption und Planung - Bilder anschließend
1. DIE NEUE MODULANLAGE-Bad Neuenahr-Ahrweiler en Miniature 2. Fest installiete Clubanlage im Vereinskeller Bad Neuenahr 3. Die alte Modulanlage 'Im Tal der Roten Traube'
DIE NEUE MODULANLAGE - Bad Neuenahr-Ahrweiler en Miniature Nachdem unsere erste Modulanlage ‚Im Tal der Roten Traube’ in die Jahre gekommen und wir mit ihr nun bereits sehr oft in der Öffentlichkeit präsent waren, entschlossen wir uns zum Bau einer neuen Ausstellungsmodulanlage. Das neue Anlagenkonzept war schnell gefunden, denn der MEF wollte ganz im Sinne seiner Gemeinnützigkeit den Menschen im Ahrtal anhand einer Ausstellungsmodulanlage ihre ganz spezielle Einsbahngeschichte der Region Ahrweiler und Ahrtal näher bringen. Überall im Ahrtal sind bis heute Spuren einer längst vergessenen Eisenbahngeschichte zu sehen. Diese unterschiedlichen Eisenbahngeschichten der Ahrtalbahnen (wer weiß schon, dass es mehrere gab??) sollten auf den insgesamt 6 Hauptmodulen im Maßstab 1:87 wieder lebendig werden. So war der Name für die neue Anlage auch sehr schnell gefunden "Bad Neuenahr-Ahrweiler en Miniature".
Gebaut wird eine Rundummodulanlage (2 x 6m), die dem Betrachter bei jedem Modul in der Kulissenbautechnik mit indirekter Bühnenbeleuchtung einen anderen historischen Eisenbahnschwerpunkt aus dem Ahrtal zeigen soll. Eine doppelgleisige 3Leiter-Wechselstromstrecke sowie eine eigenständige Gleichstromstrecke werden dabei für abwechslungsreichen, digitalen Fahrbetrieb in Höchstkultur sorgen. Auf dem höchsten Stand der Wechsel- und Gleichstromdigitaltechnik soll die Anlage von einer einzigen Gesamtsteuereinheit gefahren werden.
Besonderes bautechnisches Augenmerk legt der MEF bei dieser Anlage in der, im positiven Sinne, Umsetzung unsere leidvollen Negativerfahrungen mit der alten Modulanlage. Hierzu gehören vor allem:
- leichtere und besser zu transportierende Einzelmodule,
- abnehmbare Einzelszenen zum besseren Schutz der filigranen Anlagenbereiche,
- flexible Modulanschlussmöglichkeiten um dem Betrachter von Jahr zu Jahr ein sich ständig wechselndes Bild bieten zu können,
- Verwendung von speziellen Unterflurweichenantrieben,
- Fahrspaß für Wechsel- und Gleichstromliebhaber, um die unterschiedlichsten Modelle der verschiedenen Fabrikate der jeweiligen MEF-Mitglieder voll zum Einsatz bringen zu können etc.
Nicht zuletzt ist aber auch das Anlagenkonzept selber ganz neu. Selbstverständlich ist der Bezug zum Ahrtal und zum ‚Tal der Roten Traube’ wieder hergestellt, doch Hauptaugenmerk der Anlage soll eben die Aufnahme und Darstellung der historischen Eisenbahngeschichte des Ahrtales sein. Wer kennt nicht die Geschichte der alten Eisenbahntrasse "Erzbahn, Strategische und nie Vollendete"? Diese Bahntrasse hat nicht nur für das Ahrtal Geschichte geschrieben, sondern für ganz Deutschland. Ursprünglich war sie gedacht als Erztransportbahn, um das Eisenerz aus dem Elsaß-Lothringen zu den Hochöfen im Ruhrgebiet zu transportieren, dann wurde sie in die militärische Aufmarschplanung von Generalfeldmarschall Schlieffen (Schlieffenplan) gegen Frankreich (1911) aufgenommen. Während des Weltkrieg II gelangten ihre unzähligen Tunnelanlagen im NS-Regime zu unrühmlicher Bekanntheit durch die Aufnahme von Produktionsstätten für den Teilebau der V1 und V2, wobei KZ-Häftlinge aus dem KZ Buchenwald eingesetzt und im KZ-Lager Rebstock einquartiert wurden. Letztendlich hat in ihren Tunnelanlagen die Ahrweiler und Dernauer Bevölkerung Schutz vor den Alliierten Luftangriffen gefunden bevor der berühmte Regierungsbunker von 1958 bis 1998 in den Tunneln seinen eisenbahngeschichtlichen Platz eingenommen hat. Diese Trasse mit ihren vielen Tunneln, den imposanten Brückenpfeilern der nie fertig gestellten Bogenbrücke hat in den Weinberghängen des Ahrtals ihre unübersehbaren Spuren hinterlassen, die wir versuchen in der neuen Modulanlage wieder aufleben zu lassen. Weiterhin gehört zu dem neuen Heimatkonzept die Aufnahme der ehemalige einspurigen Trassenführung der Ahrtalbahn bis 1911 entlang der alten Stadtmauer
Bilder von der Arbeit
Erster technischer Testbetrieb
Niedertor mit 'Mauerspäher' und Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse
Festinstallierte Clubanlage im Vereinskeller Bahnhof Bad Neuenahr
Schwerpunkt der Anlage, die wir inzwischen auch bereits an mehreren Veranstaltungen "Tag der offenen Tür" präsentieren konnten, ist der Bahnhof Kottenforst (Wald bei Bonn), ein großer Felsenberg mit den typischen Weinberegsteillagen des Ahrtales mit Weingut und einsehbarem Felsenweinkeller, der Kopfbahnhof Bad Neuenahr, ein großes Bahnbetriebswerk und der Schattenbahnhof. Die langen Fahrstrecken zwischen den einzelnen Clubräumlichkeiten mit den unterschiedlichen Anlagenschwerpunkten sind im Stil des wildromantischen Rotweinanbaugebiet des Ahrtales gestaltet und bieten eine wunderschöne Kulisse für lange Güter- und Personenzüge auf lang gezogener und leicht geschwungener Trasse entlang des Flusses Ahr und den steilen Felsformationen des Ahrtales. Vom Bhf Kottenforst zweigt eine Nebenbahn ab, die sich innerhalb des Felsenberges mit Felsenbahnhof auf die oberhalb des Ahrtales gelegene Region der Voreifel schlängelt. Diese endet in einem kleinen Sackbahnhof und ist in ihrem Verlauf im weitesten Sinne der Brohltalbahn nachempfunden. Auf der gesamten Anlage wird mit 3-Leiter Wechselstrom gefahren (analog und digital).
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Die alte Modulanlage 'Im Tal der Roten Traube'
Diese, aus 10 Einzelmodulen (einem 90°-Eckmodul) bestehende, ca. 26 Meter lange Anlage mit doppelgleisiger Paradestrecke hatte als Anlagenthema unser schönes Ahrtal und somit auch den Namen "Im Tal der Roten Traube" (MIBA 8/05). Mit dieser Modulanlage wollten wir die Streckenführung der typischen Ahrtalbahn bis Mitte der 70er Jahre in der damaligen noch existierenden Doppeltraktion darstellen. Mittelpunkt war ein typischer Haltebahnhof der Ahrtalbahn, wie man ihn in ähnlicher Form im kleinen Weinort Rech vorfinden konnte. Aber auch der beginnende Bau der Autobahnbrücke A 61 über das Ahrtal bei Bad Neuenahr, sowie landschaftlich typische Szenen für das Ahrtal mit Weinbergen und Kleinbauernlandwirtschaft waren Blickfänge für die unzähligen Betrachter dieser wirklich gelungenen Modulanlage. Gefahren wurde auf dieser Anlage im 3-Leiter Wechselstrombetrieb – analog oder digital.