GENRAL-ANZEIGER no 16 Samstag/Sonntag 3/4 April 2010
Rhein Zeitung no 76 31. 3.2010
Blick aktuell Mittwoch, 24. märz 2010
Aktuelles aus dem laufenden Kalenderjahr 2009
NOVEMBER 2009
„Bad Neuenahr-Ahrweiler en Miniature“
Generalprobelauf
in der Maifeldhalle beim MBF-Maifeld
Pünktlich zum 20.
jährigen Bestehen der Modellbahnfreunde MBF Maifeld e.V.-Polch, konnten
die Modelleisenbahnfreunde MEF Bad Neuenahr-Ahrweiler am Wochenende 07. /
08.11.09 den ersten Bauabschnitt ihrer neuen Modulanlage ‚Bad
Neuenahr-Ahrweiler en Miniature‘ auf der Jubiläumsausstellung des MBF in
der Maifeldhalle Polch präsentieren. Die Zusage zur Beteiligung hatte
der MEF den Maifeldern bereits an Palmsonntag 2009 auf der eigenen
Ausstellung im Gemeindesaal St. Pius gegeben. Die Maifelder
unterstützten hier ihre Freunde aus Bad N‘Ahrweiler mit ihrer ebenfalls
neuen Modellbahnanlage, die dem Hamburger Damtorbahnhof nachempfunden
ist. Die Freundschaft der beiden Clubs besteht nun ebenfalls bereits 20
Jahre. Der erste und immer noch aktive Vorsitzende des MBF Maifeld,
Winfried May, hatte damals bei dem neu gegründeten Eisenbahnclub des MEF
Bad N‘Ahrweiler wertvolle Tipps und Unterstützung für die eigene
Vereinsgründung gesucht und auch durch den damaligen Vorsitzenden und
heutigen Ehrenvorsitzenden des MEF, Toni Wershofen, erhalten. Die
Ahrtaler mussten sich in den vergangenen Wochen aber ganz schön ins
bautechnische Zeug legen, damit der erste Bauabschnitt von ‚Bad
Neuenahr-Ahrweiler en Miniature‘ pünktlich zur Jubiläumsausstellung des
MBF in Polch vorführbar war. Die erste Resonanz der Besucher in der
Maifeldhalle war überwältigend. Viele Besucher erkannten sofort den
heimatlichen Bezug der Modellbahnanlage zu Bad Neuenahr-Ahrweiler und
waren erstaunt über die Detailtreue der Anlage und deren Gestaltung. Bis
zur offiziellen Präsentation vor dem heimischen Publikum in Bad
Neuenahr-Ahrweiler zu Palmsonntag 2010 wird der erste Bauabschnitt aber
noch viele Details und Verbesserungen erhalten. Für dem MEF Bad
N’Ahrweiler war die Generalprobe in der Maifeldhalle aber ein wichtiger
Schritt, um auszuloten, ob das Konzept zu einer heimatverbundenen
Modellbahnanlage überhaupt beim Publikum ankommt. So war Polch für den
MEF ein wirklicher Erfolg und die Modelleisenbahnfreunde Bad N’Ahrweiler
können berichtigt davon ausgehen, dass die neue Modulanlage ‚Bad
Neuenahr-Ahrweiler en Miniature‘ auch beim heimischen Publikum nicht nur
ein klassischer Blickfang sein wird, sondern auch den kritischen
Vergleichen der Miniaturwelt im Maßstab 1:87 zum lebensgroßen Vorbild
stand hält. Der MBF Maifeld und der MEF Bad N’Ahrweiler blicken auf eine
nun 20 jährige freundschaftliche und erfolgreiche Vereinsgeschichte
zurück und werden auch zukünftig die dicke Modellbahnerfreundschaft
pflegen. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum MEF Bad
Neuenahr-Ahrweiler finden Sie unter www.mef-aw.de
Der 1. Vorsitzende des MEF Bad N' Ahrweiler, Bert
Paqué und der 1.Vorsitzende des MBF Maifeld e.V.-Polch, Winfried May,
sichern sich auch zukünftig, wie in den letzten 20 Jahren, ein sehr
gutes Freundschaftsverhältnis zu.
Neuer Absatz
Juli 2009
Sommerfest der Modelleisenbahnfreunde mit Bezug zur
Eisenbahngeschichte Die Mitglieder der Modelleisenbahnfreunde MEF
Bad Neuenahr-Ahrweiler feierten am vorletzten Juliwochenende, zusammen
mit ihren Familienangehörigen, ihr diesjähriges Sommerfest bei
sommerlichen Höchsttemperaturen. Vorsitzender Bert Paqué begrüßte somit
bei strahlendem Sonnenschein alle Freunde der großen und kleinen
Eisenbahn im toll hergerichteten Garten eines Vereinsmitgliedes in
Grafschaft-Lantershofen. Ein besonderer Willkommensgruß galt den aus
Alters- bzw. Krankheitsgründen nicht mehr aktiv am Vereinsleben im
Clubkeller des MEF teilnehmenden Mitgliedern. Allen voran Toni Guzowski,
der zwar aufgrund seiner Erkrankung an den Rollstuhl gebunden ist, aber
an den geselligen Veranstaltungen im kameradschaftlichen Kreise seiner
Eisenbahnfreunde immer noch gerne der Eisenbahnfachsimpelei nachgeht.
Beste Genesungsgrüße schicke Parqué auf diesem Wege auch an
Ehrenvorsitzenden Toni Wershofen, der aus gesundheitlichen Gründen am
Sommerfest nicht teilnehmen konnte.
Bei reichlich Speisen und
eisgekühlten Getränken, sowie endlosem Gesprächsstoff rund um das Hobby
Modelleisenbahn, fand das sehr gelungene Fest erst nach Mitternacht am
Lagerfeuer sein Ende. Auch die Damen hatten genügend Gesprächsstoff,
konnten sie doch hier endlich mal alle ihre leidvollen Erfahrungen mit
ihren kleinen und großen Eisenbahnern mit anderen ‚Leidensgenossinnen’
austauschen.
Ganz ohne Bezug zur Eisenbahn verlief das
Sommerfest dann doch nicht. Mit den verschiedenen Eisenbahnuniformmützen
aus unterschiedlichen Epochen der Reichs- und Bundesbahn aus der
Privatsammlung eines Mitgliedes stellte man sich nicht nur dem
MEF-Gruppenbild, sondern diskutierte auch ernsthafte Überlegungen, im
Rahmen einer zukünftigen Modellbahnausstellung auch mal die historischen
Eisenbahnermützen und Uniformen zu präsentieren.
Das Handwerk steht bei den Modelleisenbahnfreunden
Bad Neuenahr-Ahrweiler (MEF) nicht nur während des Altstadtfestes im
Mittelpunkt - einheimische Betriebe bewusst ins neue
Modelleisenbahnkonzepteinbezogen -Ganz bewusst bezieht der
MEF das heimische Handwerk und heimische Firmen und
Dienstleistungsbetriebe in das neue Anlagenkonzept der neu entstehenden
Modulanlage mit ein.. Dies konnte der interessierte Besucher im Rahmen
des Altstadtfestes am 2. Septemberwochenende selber live erleben. Auf
dem Präsentationsstand der Malschule Roos wurden während des
Altstadtfestes durch Herrn Kolja Schäfer von der Malschule Roos die
neuen Hintergrundkulissen für die neue Modulanlage des MEF erstellt. Sie
bilden mit Motiven des Ahrtales, von der alles überragenden St
Laurentiuskirche, der Landskrone und der Ahrtalautobahnbrücke etc., den
Rahmen für die neue Modulanlage, auf der bereits eine Fülle von
einheimischen Handwerkerbetrieben und Firmen originalgetreu und mit
typischen Arbeitsmotiven eine zweite Heimat im Maßstab 1:87 gefunden
haben. Die Palette der unterschiedlichen Handwerksfirmen, Geschäften und
Dienstleitungsbetrieben reicht dabei von der Gärtnerei, Schreinerei,
und Beerdigungsinstituten über Heizungs- und Gerüstbaufirmen, zu
Entsorgungs- und Transportunternehmen, Autohäusern,
Dienstleitungsbetrieben, Gerüstbauern und Bankhäusern etc. etc.. Aber
auch der Einzelhandel findet sich in der kleinen 1:87 Geschäftstraße auf
der neuen Modulanlage des MEF wieder, die der Niederhutstraße
nachempfunden wurde und ganz, wie im richtigen Leben, am maßstabgetreuen
Nachbau des Niedertores beginnt.
Eine Modellbahnanlage von und
für die BürgerInnen der Heimatstadt des MEF zu bauen, war und ist die
neue Konzeptidee des MEF, auf der sich auch eisenbahnhistorische
Bahnobjekte rund um die Kreisstadt wieder finden. So werden die
Brückenpfeiler, das Winzerkapellchen und das Bunkermuseum der ehemaligen
Erzbahn genauso in die historische Betrachtung mit aufgenommen, wie die
ehemalige Gleislose und die ehemaligen Eisenbahntrassenführung entlang
der Stadtmauer am Ahrtor vorbei durch die Gärten der Ehrenwallschen
Klinik bis zum alten Bahnhof nach Walporzheim. Selbst die Römervilla hat
bereits ihren festen Platz. Regionaltypische und historisch bekannte
Gastronomien aber auch einheimische Weinkellereien/Weinhandlungen etc.
an den steilen Weinberghängen sind hier zu finden. Die Kreisstadt
prägende Objekte, wie die Stadtmauer für Ahrweiler und der
Apollinarisbrunnen für Bad Neuenahr runden den Gesamteindruck dieser
Heimateisenbahnmodulanlage stilvoll ab.
Zur Zusammenarbeit mit
der einheimischen Geschäftswelt und Handwerkern gehört für den MEF
natürlich auch die Integration dieser Betriebe in den eigentlichen
Anlagenbau selber. So war es für dem MEF eine Selbstverständlichkeit für
die Gestaltung der Hintergrundgrundkulissen die Malschule Roos zu
beauftragen, die sich dieser interessanten Aufgabe von Anfang an mit
großem Feuereifer gewidmet hat. Während des Altstadtfestes hatten die
Besucher somit eine gute Gelegenheit sich nicht nur von der
künstlerischen Arbeit der Malschule Roos zu überzeugen, sondern konnten
sich auch ein erstes Bild machen, wie die neue Heimatmodulanlage des MEF
mal aussehen wird.
Weiterhin wurden an einer gesonderten
Schautafel alle Firmenlogos von den Firmen und Betrieben präsentiert,
die den MEF beim Bau der neuen Modulanlage unterstützen. Wer sich als
Geschäftsmann auch für diese etwas andere Art der Werbung interessiert
und seinen Betrieb ebenfalls im Maßstab 1:87 auf der neuen
Heimatmodulanlage abgebildet haben möchte, der ist herzlich gerne
aufgefordert sich mit dem MEF in Verbindung zu setzen: www.mef-aw.de Tel.Nr. 02641 –
36134 oder 26333.
Die fertige Anlage wird zukünftig bei
unterschiedlichen Anlässen in der Stadt in unterschiedlichen
Ausstellungsobjekten präsentiert. So hat die Kreisparkasse, Malschule
Roos und der Heimatverein bereits Interesse bekundet. Selbstverständlich
wird die Anlage auch durch den MEF in den nächsten Jahren bei der
eigenen Modellbahnausstellung an Palmsonntag im Piussaal und bei den
unterschiedlichsten Modellbahnausstellungen in der gesamten Region von
Aachen, Bonn, Mayen, Polch, Rheinbach, Euskirchen etc. bis Lahnstein
präsentiert.
Hintergrundmalerei durch die Malschule Roos und
Präsentation auf dem Altstadtfest in Ahrweiler im September 2009.
Eisenbahnschienen wieder entlang der Ahrweiler Stadtmauer Der interessierte Leser wird bei dieser Überschrift zu recht erschrocken aufhorchen. Das bullige Niedertor, fester Bestandteil der altehrwürdigen Befestigungsanlage von Ahrweiler und ein Bollwerk gegen die permanente Bedrohung aus dem Osten aus vergangen Tagen klirrender Waffengänge, erfreut sich nach wie vor trotziger Robustheit. So gibt es auch keinen einzigen Grund dieses Bauwerk baulich zu verändern, zu renovieren bzw. restaurieren oder gar abzureißen und ganz neu wieder aufzubauen. Die Vorgaben der UNO bzgl. ‚Weltkulturerbe’ sind auch nach wie vor erfüllt und baufällig ist das alte Stadttor erst recht nicht. Auch gibt es bereits seit 1910 keine Eisenbahnschienen mehr unmittelbar entlang der Ahrweiler Stadtmauer. Eine Umlegung der DB-Eisenbahnlinie, wieder zurück ins Stadtgebiet, ist nirgends bekannt und wurde nie öffentlich diskutiert – hier hätte es doch auf jeden Fall eine Bürgerbefragung oder sogar Bürgerinitiativen gegeben. Somit gehört diese Überschriftankündigung doch sicherlich in die Kategorie ‚Hirngespinst’. Da der November für einen Aprilscherz nicht der richtige Zeitpunkt ist, dürfte auch diese Möglichkeit unzutreffend erscheinen.
Aber trotzdem, die Überschrift ist keineswegs der Phantasie des Schreibers entsprungen, sondern entspricht der Realität, der unumstößlichen Wahrheit. Wie das? Tatsächlich gibt es sogar eine Art Bürgerinitiative, die sich an die Öffentlichkeit wendet, um dieser Wahrheit Gehör zu verschaffen und ein Gesicht zu geben. Diese Wahrheit ist in keinen Bauämtern der Kreis- und Stadtverwaltung oder in den Baudezernaten der DB-Bezirksdirektion zu finden.
Und dennoch wird sie gerade in diesen Tagen Realität – Realität im Maßstab 1 : 87 im Clubkeller der Modelleisenbahnfreunde Bad Neuenahr-Ahrweiler (MEF).
In der MEF-Bastelwerkstatt im Clubheim im Keller des Neuenahrer Bahnhofs entsteht derzeit eine neue Modulanlage für Ausstellungen. Die alte Modulanlage des MEF war in die Jahre gekommen, hatte bereits viele Schönheitsoperationen über sich ergehen lassen müssen und war dem heimischen Modellbahnpublikum bereits bestens bekannt. Somit entschied sich der MEF eine neue Modulanlage zu bauen. Als gemeinnütziger Verein der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde nun in einer Art MEF-Bürgerinitiative überlegt, wie man ein Stück Heimatgeschichte und Verbundenheit zur Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler auf der neuen Modulanlage verwirklichen könnte. Dem heimischen Betrachter sollte in Form eines Anschauungsunterrichtes am Objekt im Maßstab 1:87 ein Stück Heimatge-schichte vermittelt werden, wodurch der MEF seiner Gemeinnützigkeit in besonderer Weise nachkommen würde. Es sollte aber auch eine Kombination von dargestellter Geschichte und Neuzeit in Einklang gebracht werden mit einem interessanten Modellbahnfahr-betrieb – keine einfache Aufgabe, die sich der MEF hier selber gestellt hatte. Evtl in Frage kommende Baudenkmäler – z.B. Stadtmauer mit ihren Toren, aber auch das Stadtbild prägende Bauten und Plätze mussten, wenn möglich, auf den jeweiligen Modulen so zusammengefügt werden, dass sie in der Kombination nicht als wild zusammengewürfelte Objekte wirken, sondern sich in Harmonie in das Gesamtkonzept der Modulanlage einpassen. Nachdem die Kreissparkasse Ahrweiler und die Firma Container Geller dem MEF eine stattliche Spende haben zukommen lassen und der MEF sich Gedanken machte bzgl. einer entsprechenden Dankeswürdigung, war die Gestaltungsidee für das erste, von insgesamt sechs Modulen, geboren. Thema der modularen Heimatgeschichte im Maßstab 1:87 sollte die große Straßenkreuzung bilden – Friedrichstraße / Wilhelmstraße / Bossardstraße / Niederhutstraße mit der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse Ahrweiler, einem Firmengelände von Container Geller und dem gewaltigen Niedertor –markante Objekte der Heimatgeschichte aus ganz unterschiedlichen Epochen. Ein perfektes und ideales Gestaltungskonzept war geboren. Erfüllte diese Gestaltungsmöglichkeit schon allein die selbst gesetzten Anspruchsforderungen des MEF, so zwang sich eine weitere, hochinteressante heimatgeschichtliche Epochaldarstellung auf diesem Modul förmlich auf, die der zukünftige Betrachter aber auf den ersten Blick, im Gegensatz zum Niedertor der Kreissparkasse, nicht erkennen wird. Während zwischen Niedertor und Kreissparkasse in Wirklichkeit der Straßenverkehr dominiert, wird diese dominante Stellung auf der Modulanlage natürlich jetzt die Eisenbahn einnehmen. Die Verlegung von Eisenbahnschienen vor die Ahrweiler Stadtmauer erscheint sicherlich als totale Verrücktheit des MEF, ist sie aber keineswegs, auch nicht im Maßstab 1:87. Die Geschichte der Stadt Ahrweiler ist eng an den Vormarsch und Siegeszug der Eisenbahn im 19. und 20. Jahrhundert, denen sich im Aufbau befindlichen Länderbahnen und der im 20. Jahrhundert entstehenden Reichsbahn angeknüpft. Nicht nur die riesigen Brückenpfeiler im Adenbachtal sowie die Tunnelanlagen und Trassenführung der ehemaligen ‚Erzbahn’-Eisenbahnlinie durch die Weinberge oberhalb Ahrweilers haben das Landschaftsbild unserer Heimat verändert und geprägt. Auch die ‚ganz normale’ Eisenbahn hat ihre Spuren aus der Eisenbahngründerzeit überall in Ahrweiler und im Ahrtal hinterlassen. Welcher Ahrweiler Bürger kann sich denn noch daran erinnern bzw. weiß, dass quer über den heutigen Ahrtorparkplatz vor dem gewaltigen Ahrtor aus Richtung heutiger Friedrichsstraße kommend Dampflokomotiven dampften und mit ihren Zügen zwischen dem Flussbett der Ahr und der Dr. von Ehrenwallschen Klinik weiter in Richtung Walporzheim zockelten? Viele bauliche Zeitzeugen dieser heimatlichen Eisenbahnepoche sind noch vorhanden, doch leider haben wir vergessen sie als solche zu erkennen. Warum steht denn das alte Hauptgebäude des Ahrweiler Bahnhofs, heute Geschäftsstelle der Caritas, so merkwürdig schief zur eigentlichen Eisenbahnstrecke entlang der Weinberge – hatten die Erbauer zuviel Ahrrotwein genossen? Und wieso steht in Walporzheim, am Ortseingang, gleich neben dem Firmenhaus Brogsitter, einsam und von jeder Eisenbahnstrecke verlassen das alte Gebäude des Walporzheimer Bahnhofs, obwohl doch die Bahnlinie weitab an den Weinberghängen vorbei verläuft und dazu auch noch einige Meter höher liegt als der alte Bahnhof – hier hatten die Erbauer offensichtlich nun doch zuviel Rotwein im Blut? So finden wir mit offenen Augen noch etliche Zeugen der alten Eisenbahntrassenführung aus dem Kaiserreich. (Hierzu und zur Gesamtthematik der Eisenbahn in und um Bad Neuenahr-Ahrweiler, wird der MEF in Zusammenarbeit mit der Redaktion in unterschiedlichen Abständen eine eigene Berichtserie starten und dazu die passenden Module der neuen Modulmodellanlage präsentieren). Erst durch den zweigleisigen Ausbau der Ahrtalbahn und im Zuge der Trassenumverlegung zwischen Mayschoß und Laach wurde dann in den Jahren 1910-1912 auch die alte Eisenbahntrasse entlang der Ahrweiler Stadtmauer entfernt und die neue Trasse im weiten Bogen um die Stadt herum entlang der Weinberge ahraufwärts geführt. Der alte Streckenverlauf, besonders bei der Dr von Ehrenwallschen Klinik, war für die Aufnahme eines zweiten Gleises nicht geeignet. Da man den schönen Ahrweiler Bahnhof ja nicht, wie auf der Modelleisenbahn, einfach hochheben und um einige Winkelgrade verdrehen und an den neuen Streckenverlauf ausrichten konnte, steht er eben seitdem ‚schief’ zur Bahnlinie und die ‚Deplatzierung’ des alten Walporzheimer Bahnhofs ist nicht das Produkt der ‚Roten Weinteufel’, sondern das Ergebnis der Verlegung der Eisenbahnlinie auf die heutige Trasse im Jahre 1912.
Diese interessante Ahrweiler Eisenbahngeschichte wird der MEF nun ebenfalls auf seinem ersten neuen Modul eindrucksvoll festhalten, indem der Bereich zwischen dem Niedertor und der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse nicht dem Straßenverkehr sondern dem Eisenbahnverkehr, wie in vergangenen Kaiserzeiten, Raum bietet. in ‚spielerischer’ Symbiose werden so auf dem ersten Modelleisenbahnmodul des MEF unterschiedliche Objekte bzw. bauliche Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen aus ganz unterschiedlichen Zeitepochen der Kreisstadt miteinander verbunden. Somit wird der MEF der Bürgerschaft ein gelungenes Konzept im Sinne seiner Verpflichtung zur Gemeinnützigkeit präsentieren, dessen Realisierung im Maßstab 1:87 durch die ‚Bürgerinitiative MEF’ bereits in Angriff genommen wurde (siehe Bilder). Nach Auswertung unzähliger Fotografien des Sparkassengebäudes und des Niedertors aus allen möglichen Winkeln, wurde durch den Fachwart des MEF, Werner Becker, ein gelungener Bauplan im Maßstab 1:87 angefertigt. Dieser machte zwar bauliche Kompromisse unumgänglich, um das Gesamtkonzept der neuen Modulanlage nicht aus den Augen zu verlieren (auch wären die Gebäude im realistischen Maßstab 1:87 nicht darstellbar), doch für den Betrachter dürften diese kaum ins Gewicht fallen.
Ach ja, auf dem Modul stehen entlang der Bahnstrecke vor der Modellaltstadtmauer einige Wohnhäuser, wie man sie im Verlauf der Niederhutstraße finden kann und welche im Parterre über großzügige Ladenlokale mit großen Doppelschaufenstern verfügen. Auch hier wurde, ganz im Sinne der Schaffensfreiheit von Baumeister Werner Becker, z.B. das Geschäftsgebäude aus der Niederhutstr. 7 von Herrn Fritz Ott (Haushalts-, Eisen- und Spielwaren Böcker Ott), direkt neben das Niedertor, jedoch auf einen Bereich außerhalb der Stadtmauer, verlegt. Im Schaufenster des Modellspiel-warenladens von Herrn Ott findet man sogar eine aufgebaute Modelleisenbahn, genau so, wie im echten Schaufenster von Herrn Ott zur Weihnachtszeit. Auch Container Geller wird nichts dagegen haben, dass sich ihr Firmengelände zwar in unmittelbarer Nähe zum Niedertor und zur Kreissparkasse befindet, aber eben nicht innerhalb, sondern außerhalb der Stadtmauer und endlich auch über ein eigenes Anschlussgleis verfügt, für das innerhalb der Stadtmauer bisher nun wirklich kein Platz war.
Die noch freien Ladenlokale können selbstverständlich durch weitere Modellgeschäftskunden ‚angemietet’ werden. Der MEF sucht hierzu noch interessierte ‚Mieter’, denen, vergleichbar mit der Kreissparkasse, Container Geller oder Spielwaren Fritz Ott, der MEF für eingegangene Spenden zur Unterstützung des gemeinnützigen Modulanlagenbaus gerne ein kleines ‚Modellbahnerinnerungsdenkmal’ setzen würde.
Weiterhin suchen wir Fotografien, Postkarten, Bilder etc., von der ehemaligen Eisenbahnstrecke bis 1910/12 zwischen Walporzheim und dem Bahnhof Ahrweiler - natürlich auf Leihgabebasis. Bei der Präsentation des neuen Moduls – voraussichtlich zur jährlichen Modellbahnausstellung des MEF zu Palmsonntag 2009 im Gemeindesaal St. Pius – möchten wir ergänzend auch eine Bilderausstellung dieser ehemaligen und einmaligen Eisenbahnlinie quer durch das heutige Stadtgebiet präsentieren, um dem Betrachter hierdurch den besseren Bezug zur dargestellten Thematik auf der Modulanlage zu ermöglichen.
Das nächste Modul ist bereits konzeptionell ausgeplant und verspricht eine interessante Darstellung der Ahrtaleisenbahngeschichte auf der Modulanlage des MEF im Maßstab 1:87 – kleiner Tipp, lesen Sie weiter den Generalanzeiger und achten sie auf Brückenpfeiler, die keine Brücke tragen!
Für entsprechende Anregungen / Ideen bzgl. der Themengestaltung auf den weiteren Modulen sind wir ebenfalls sehr dankbar. Interessenten bitte unter Tel.:02641/36134. Wer sich gerne mal über den Baufortschritt der einzelnen Module informieren oder sogar mitbasteln möchte, ist herzlich gerne zu unseren Clubabenden jeden Dienstag ab 20:00Uhr im Keller des Bahnhofs Bad Neuenahr (linker Seiteneingang) eingeladen oder informiert sich auf unserer neu entstehenden Internetseite www.mef-aw.de
Kartenausschnitt Ahrweiler um 1910. Deutlich ist der Verlauf der Bahnstrecke vor dem Ahrtor entlang der Ahr zu erkennen
MEF-Modellbahnausstellung an Palmsonntag 2009
Modelleisenbahnfreunde Bad Neuenahr-Ahrweiler (MEF)
begeistern mit neuem Heimatkonzept Am vergangenen Palmsonntag
führten die Modelleisenbahnfreunde Bad Neuenahr-Ahrweiler ihre 11.
Modellbahnausstellung mit Tauschbörse durch. Wie bereits in der Presse
angekündigt bildete die neue 14 x 2m große Moduleisenbahnschauanlage des
befreundeten Modelleisenclubs aus Maifeld / Polch den
modellbahnerischen Höhepunkt. Die zahlreichen kleinen und großen
Besucher oder besser Modellbahnenthusiasten waren sich somit in ihrem
Werturteil auch alle einig – Begeisterung pur und großes Lob. Die
Modellbahnausstellung des MEF begeisterte aber noch mit einem weiteren
Höhepunkt. Der Verein stellte erstmalig einem breiten Publikum sein
neues Konzept ‚Eisenbahnheimatgeschichte im Maßstab 1:87’ vor. Unter
dieser Thematik, mit der man auch sehr deutlich die Gemeinnützigkeit des
Vereins für die heimische Bevölkerung unterstreicht, soll in den
nächsten Jahren eine neue Modellbahnschauanlage entstehen. Insgesamt
wird die Anlage im fertigen Zustand als ca. 6 x 2m Rundumanlage
insgesamt 6 Module umfassen, die jedes für sich ein Stück
Eisenbahnheimtgeschichte des Ahrtals und der Ahrtalbahn aufnehmen
sollen. Gerade das Ahrtal und die Ahrtalbahn(en) (wer weiß schon, dass
es mehrer gab??) haben im letzten Jahrhundert dem Ahrtal ihren ganz
eigenen Landschaftstempel aufgedrückt. So ist das erste Model, das
bereits auf der Ausstellung an Palmsonntag als erstes, fertiges Modul
gezeigt werden konnte, der Thematik der Eisenbahnstreckenführung um 1900
gewidmet, als die Eisenbahn sich an der Stadtmauer entlang zwischen Ahr
und Ehrenwallklink in Richtung Walporzheim schlängelte. ‚Schienen vor
der Stadtmauer und entlang der Ahr’, der Namen des ersten Moduls, zeigt
daher auch das eindrucksvoll im Maßstab 1:87 nach gebaute Niedertor und
das imposante Gebäude der Hauptgeschäftstelle der Kreissparkasse. Große
Begeisterung und eine nicht enden wollende Fotografenaufmerksamkeit fand
der kleine ‚Minimauerspäher’, der wie beim großen Original hoch oben
auf der Stadtmauer sitzt und in Richtung Bad Neuenahr späht. Mit einer
großen Informationswand, auf der u.a. Originaleisenbahnstreckenkarten
aus 1911 und 1932 zu sehen waren, informierte die zahlreichen Besucher
über weitere geplante Themen der Eisenbahnheimatgeschichte. Hier darf
natürlich die unvollendete, strategische Bahnstrecke nicht fehlen mit
dem unvollendeten Adenbachtalviadukt, dem Silberbergtunnelportal und dem
erst in den letzten Jahren so berühmt gewordenen Regierungsbunker. Aber
auch die ‚Gleislose’ aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts oder das
Bahnbetriebswerk in Altenahr-Kreuzberg werden irgendwann zumindest im
Maßstab 1:87 wieder zum Leben erweckt. Derzeit im Bau ist das zweite
Modul, welches sich der Bedeutung des Apollinarisbrunnens für die
Region, für die Eisenbahn und die Welt widmet. ‚Erst die Eisenbahn
ermöglicht die Welt aus dieser Quelle zu trinken’ ist somit das Motto
dieses Moduls.
Eine gelungene Modellbahnausstellung zeigte dann
auch überall nur zufriedene und freudige Gesichter und einige neu
Mitglieder, die sich der Eisenbahnheimatgeschichte im ‚stillen
Kämmerlein’ schon lange privat gewidmet hatten und nun im Club der
Modelleisenbahnfreunde ihr Hobby und Interesse an der
Eisenbahngeschichte des Ahrtals weiter betreiben wollen. Mehr
Informationen unter www.mef-aw.de
Einige Bilder der Anlage aus Maifeld/Polch auf der
Modellbahnausstellung des MEF an Palmsonntag 2009
Neuer Absatz
MÄRZ 2009
Jahreshauptversammlung MEF 2009
Jahreshauptversammlung der Modelleisenbahnfreunde
unter positiver Signalstellung für die Zukunft: Unter reger
Mitgliederbeteiligung hielten die Modelleisenbahnfreunde Bad
Neuenahr-Ahrweiler unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Bert Paqué,
ihre Jahreshauptversammlung ab. Nach der Begrüßung und einem Gedenk der
verstorbenen Mitglieder konnte Paqué. trotz der Turbulenzen des letzten
Jahres, ein außergewöhnlich positives Resümee ziehen. Dies war und ist
begründet durch das grundlegend veränderte und neue Vereinskonzept, das
nicht nur das Heranführen an die Raffinessen des Modellbaus von weniger
bautechnischbegabten Mitgliedern zum Ziel hat, sondern sich auch der
Eisenbahngeschichte der Region Ahrweiler und Ahrtal widmet. Paqué wieß
in diesem Zusammenhang darauf hin, dass gerade hierin auch die
Gemeinnützigkeit des Vereins für die regionale Bevölkerung verstanden
ist, der man so ein Stück vergessener Heimatgeschichte wieder nahe
bringen will. Weiterhin unterstrich er die sehr harmonische
Vereinsarbeit im vergangen Jahr, wodurch der Verein insgesamt wieder auf
einem soliden Fundament steht. Der anschließende Jahresbericht des
Kassierers, Hans Steinbach, unterstrich diese Bewertung. Auch in
finanzieller Hinsicht erfreut sich der Verein, trotz überstandener Krise
in 2008, eines noch nie da gewesenen stabilen Finanz- und
Haushaltsplans. Die Kassenprüfer bescheinigten eine außerordentlich
korrekte Kassenführung und beantragten für den ges. Vorstand Entlastung.
Diese wurde durch die Versammlung einstimmig erteilt. Da keine
Neuwahlen anstanden, konnte Fachwart Werner Becker sehr ausführlich über
die bereits begonnen und geplanten Modellbauaktivitäten berichten Im
Fokus seiner Ausführungen stand hierbei die neue Modulmodellbahnanlage ‚Bad
Neuenahr-Ahrweiler en Minature’. Das erste Modul ist nun fertig
gestellt, sodass es erstmals der Bevölkerung auf der traditionellen
Modelleisen-bahnausstellung im Gemeindesaal St. Pius am Palmsonntag, 05.
April von 10:00 – 17:00, präsentiert werden kann. Im Mittelpunkt dieses
Moduls steht die Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse und das
originalgetreu nachgebildete Niedertor, welches einen weiteren
Detailhöhepunkt aufweist. Der Künstler und Erbauer des
‚Niedertor-Mauerspähers’, Otto Kley, hat einen zweiten Mauerspäher
erschaffen – im Maßstab 1:87. In einer abschließenden Zusammenfassenung
blickte Paqué auf eine erfreuliche und unter einer positiven
Signalgebung stehende Zukunft der Modelleisenbahnfreunde.
Der neue Vorstand (v.l.n.r.)
Bert Paqué - Vorsitzender, Werner Becker -Fachwart,
Hans-Leo Appel - 2. Vorsitzender, Bernhard Briel - Schriftführer, Hans
Steinbach - Kassierer